Nr. 92 • SOMMER 2018

 Tirol wird im nächsten Dreivierteljahr gleich dreimal Schauplatz großer internationaler Sportveranstaltungen: im September der Kletter-Weltmeisterschaft in Innsbruck und der Rad-WM in ganz Tirol, im Feber/März 2019 der nordischen Ski-WM in Seefeld. 

Tirol ist aber nicht nur Sportland. Darauf weist wieder einmal eindrücklich die vorliegende Sommerausgabe „Tirol“ mit zehn interessanten Beiträgen hin, wobei sich aus dem Mix aus Landschaft, Architektur, Kunst, Tierwelt und Geschichte eine reizvolle Vielfalt ergibt. Gleich im ersten Beitrag „fliegt“ Autor Karl Berger im traditionellen Luftbildartikel von der Zugspitze zum Vilsalpsee. Anschließend spürt Sabine Schuchter einen Teil der zahlreichen Fresken, Wandmalereien, Glasfenster, Mosaike, Keramiken und plastischen Arbeiten des Oberländer Künstlers Nobert Strolz (1922–1990) auf, ehe sich Matthias Boeckl in Tirols Bergwelt begibt und über die neue „Thrill-Architektur“ in Form von Gipfelplattformen, Hängebrücken, Gipfelrestaurants und Erlebniswelten berichtet und damit dokumentiert, dass durch neue Hightech-Strukturen das prickelnde Erlebnis alpiner Naturgewalten noch verstärkt werden kann. 

Ebenfalls aus dem Hochgebirge kommt der ausführliche Bericht von Gunther Greßmann über das Steinwild, dessen Wiederbesiedelung nach der Beinahe-Ausrottung als geglückt bezeichnet werden kann. Weiters blickt Michaela Frick auf 20 Jahre „Tag des Denkmals“ zurück, wobei jede einzelne Initiative interessante Einblicke in die Arbeit der Denkmalpflege gebracht hat. Einem fast tagtäglich aktuellen Thema gewidmet ist der Beitrag von Irene Heisz über die Tiroler Bergretter, die im Alarmfall alles liegen und stehen lassen, um freiwillig und unentgeltlich selbst bei widrigsten Verhältnissen zu helfen, wenn jemand im alpinen Gelände in Not geraten ist. Tanja Chraust zieht es an den Innsbrucker Flughafen, von wo sie über die spannende Zeit der Nachkriegsjahre mit den ersten Charterkursen, die Errichtung des neuen Flughafens im Westen Innsbrucks und den Einstieg in den Düsenflugverkehr 1977 berichtet. Daran, dass Maximilian III. (1558–1618) als Tiroler Landesfürst nicht nur für zahlreiche Neuerungen am Innsbrucker Hof gesorgt, sondern auch besondere kulturelle Akzente gesetzt hat, erinnert Franz Caramelle mit dem Hinweis auf das Grabmal im Innsbrucker Dom, dem Hochaltar im Stift Stams und die Eremitage bei den Kapuzinern. Zwei der schönsten Natursteine Osttirols, Dorfergrün und Tauerngrün, stehen im Mittelpunkt des Beitrages von Silvia Ebner, in dem sie von den Steinbrüchen auf rund 1700 Höhenmetern, die Bearbeitung in der Fa. ‚Lauser Naturstein‘, der europaweiten Verwendung und der Bearbeitung durch Künstler im Skulpturenpark in Virgen berichtet. Und schließlich schaut Teresa Andreae noch Walter Trampusch, der mit der uralten Technik des Drechselns archaisch anmutende Objekte aus Holz formt, die skulpturale Kraft ausstrahlen, bei seiner Arbeit über die Schulter.

Verehrte Leserinnen und Leser, es würde mich freuen, wenn ich Ihnen wieder einige interessante und vielleicht unbekannte Aspekte aus Tirols reicher Geschichte, Kultur und Gegenwart näherbringen könnte.

 

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Dr. Peter Baeck

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Blick ins Heft: neue "thrill-architekur" im alpenraum

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