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Seit rund 40 Jahren warnen Klimaforscher vor der Erderwärmung und dem von Menschen gemachten Klimawandel. Fast gleich lang finden Klimakonferenzen statt, bei denen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik Lösungen und Ideen diskutiert werden. Die bisher beschlossenen Maßnahmen greifen allerdings kaum bzw. werden auf einen Zeitpunkt (2030 bzw. 2050) verschoben, an dem die heutigen Entscheidungsträger längst nicht mehr im Amt sind. Mittlerweile sind die Folgen (Gletscherschmelze, Dürresommer, Temperaturanstiege, Wetterkapriolen) aber längst spürbar, sodass sie auch in den Köpfen der Menschen angelangt sind. Für den Weckruf schlechthin hat allerdings eine 16-Jährige gesorgt, die Schwedin Greta Thunberg, die mit ihrer Bewegung „Fridays for Future“ in kurzer Zeit weltweit Millionen Anhänger erreicht hat.

Bezug auf dieses Thema, das zur Zeit weltweit polarisiert, nimmt aus Tiroler Sicht auch Sonja Niederbrunner in ihrem Beitrag „Das letzte Tauen“, in dem sie über das Abschmelzen der Gletscher, das Auftauen des Permafrostes und die Folgen für Landschaft, Lebensraum und Alpenflora berichtet, sofern es uns nicht gelingt, die Erderwärmung anzuhalten. Ebenfalls mit der Landschaft, allerdings aus der Sicht des Luftbildfotografen, beschäftigt sich Karl C. Berger, der „Tiroler Grenzregionen“ wie den Reschenpass, das Timmelsjoch, das Außerfern, die Gerlos, Sillian sowie Ortler und Großglockner beschreibt.

Der Kunst gewidmet sind die Beiträge von Sabine Schuchter, Franz Caramelle und Michaela Frick, wobei in den beiden Künstlerporträts näher auf Heinrich Kühn (1866–1944), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der internationalen Kunstfotografie um 1900, und Rudolf Nissl (1870–1955), der nach Ansicht von zeitgenössischen Kunstkritikern „zu den Besten in der Münchner Sezession“ gehörte, eingegangen wird. Abgerundet wird dieser kulturelle Block durch Michaela Frick, die eine Reihe von Künstlern mit ihren Kunstwerken vorstellt, die dank der vor 70 Jahren eingeführten Aktion „Kunst am Bau“ geschaffen wurden.

In „Tirol weiter denken“ richtet sich Bischof Hermann Glettler mit einem Appell an die Bevölkerung: Er weist zwar eingangs auf die landschaftlichen Schönheiten und die Attraktivität des Landes hin, mahnt aber auch die christlichen Werte und das unbedingte Miteinander von Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung ein. 

Sowohl in die frühere als auch jüngste Vergangenheit zurück blickt Sabine Schretter in ihrem Beitrag über die Rettung der Burganlage Ehrenberg durch ein ambitioniertes Team um Arch. Armin Walch, während Georg Jäger an die Sellrainer Wäscherinnen erinnert, die noch bis in die 1970er-Jahre für Innsbrucker Familien die Wäsche wuschen. Und schließlich lädt Alpenzoodirektor André Stadler zum Besuch der neuen, über 1.000 m² großen und bis zu 14 m hohen Geier-Voliere ein, die imposante Bart-, Mönchs-, Gänse- und Schmutzgeier beherbergt.

Verehrte Leserinnen und Leser, ich hoffe, Ihnen auch diesmal wieder Interessantes und Neues zu Tirol bieten zu können.

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Dr. Peter Baeck

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